Kanton Waadt

Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer (CTG)

Der Verein Appartenances Vaud leistet seit 1993 Pionierarbeit im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention für Migrantinnen und Migranten. Seine psychotherapeutische Anlaufstelle für Migrantinnen und Migranten (CPM) bietet eine spezialisierte psychotherapeutische und psychiatrische Betreuung für Menschen mit psychischen Erkrankungen, die mit der Migration zusammenhängen. Die Beratungsstelle ctg (Consultation pour victimes de Torture et de Guerre) ist eine Abteilung der CPM.

Die CPM verfügt über drei Sprechstunden in Lausanne, Vevey und Yverdon. Mehr als die Hälfte der dort betreuten Personen sind Opfer und Überlebende von Folter, Krieg und anderen Formen von kollektiver Gewalt.

Das multikulturelle, pluridisziplinäre Team der CPM (Fachpersonen für Psychotherapie, Psychiatrie, Psychologie und Physiotherapie) bietet die folgenden Leistungen an: Einzel-, Paar-, Familien- und Gruppentherapien, oft in Zusammenarbeit mit interkulturellen Dolmetscherinnen und Dolmetscher; Liaison-Sprechstunden und Beratungen; Aktivitäten im Bereich Ausbildung und Supervision; psychosoziale Begleitung in Zusammenarbeit mit den anderen Sektoren von Appartenances.

Die CPM arbeitet vernetzt mit anderen Einrichtungen, vor allem mit dem Departement für Psychiatrie des Waadtländer Universitätsspitals (CHUV) und der medizinischen universitären Poliklinik (PMU). Sie beteiligt sich auch am Erfahrungs- und Wissensaustausch in verschiedenen internationalen Fachnetzwerken.
 

Der Krieg hat einen langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer.

Martin Kessel

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