Der Verbund

Support for Torture Victims

Auf Basis der Studie «Die Sprache der extremen Gewalt» (H.R. Wicker, 1991) wurde 1995 das erste Therapiezentrum für Folteropfer TZFO (heute Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer SRK, Bern) in der Schweiz gegründet.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach den Dienstleistungen des Ambulatoriums SRK wurden in den Jahren 2003, 2004 und 2015 weitere Therapiestellen eröffnet. Heute existieren in der Schweiz fünf Therapiestellen für Folter- und Kriegsopfer, die gemeinsam den Verbund «Support for Torture Victims» bilden:

Überlebende von Folter, Krieg und Vertreibung erhalten in den oben genannten Ambulatorien medizinische, psychotherapeutische sowie psychosoziale Beratung, Behandlung und Begleitung. Die Angebote ermöglichen traumatisierten Menschen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten, persönliche Fähigkeiten wieder zu erschliessen sowie familiäre und soziale Ressourcen zu stärken. Die Beratungen und Behandlungen basieren auf einem empathischen und wertschätzenden Umgang mit den begleiteten Menschen und orientieren sich an den verfügbaren wissenschaftlichen Qualitätsstandards.

Die interinstitutionelle Zusammenarbeit des Verbundes «Support for Torture Victims» dient dem Zweck, den interdisziplinären fachlichen Austausch im Bereich Psychotraumatologie zu verstärken und die Effektivität des Behandlungs- und Beratungsprozesses zu verbessern. 

Ein weiteres Ziel von «Support for Torture Victims» besteht darin, die Öffentlichkeit verstärkt für die Thematik zu sensibilisieren und das Verständnis für traumatisierte Migrantinnen und Migranten, zu fördern.

Der Verbund wird unterstützt durch den Integrationskredit des Bundes (SEM)

Identität ist der Schnittpunkt zwischen dem, was eine Person sein will, und dem, was die Welt ihr zu sein gestattet.

Erik H. Erikson

Verbundspartner