Fachtagung Verbund «Support for Torture Victims»

Lost in Translation – Interkulturelles Dolmetschen in der Gesundheitsversorgung geflüchteter Menschen

40-50% aller geflüchteten Menschen leiden laut Studien unter Traumafolgeerkrankungen. Eine psychotherapeutische Versorgung ist für viele von ihnen jedoch aus sprachlichen Gründen kaum möglich, da die Kosten für Übersetzungen im Gesundheitssystem in den meisten Kantonen nicht übernommen werden.

Welche Relevanz hat das interkulturelle Dolmetschen in der Gesundheitsversorgung? Insbesondere in der Psychotherapie mit traumatisierten Geflüchteten ist das interkulturelle Dolmetschen unverzichtbar. Eine rasche Lösung im Bereich der Finanzierung der Dolmetschkosten im Gesundheitswesen ist für alle Beteiligten von Vorteil. Traumatisierte Geflüchtete hätten dadurch rascheren Zugang zur Therapie, wodurch Chronifizierungen von Traumafolgeerkrankungen vermieden werden könnten. Damit wiederum werden hohe gesundheitliche Folgekosten für die Gesellschaft minimiert.

Folgenden Leitfragen widmet sich die Fachtagung: 

  • Was ist interkulturelles Dolmetschen und welche Rolle übernehmen interkulturell Dolmetschende in der Psychotherapie? 
  • Weshalb ist eine adäquate und erfolgreiche Behandlung von traumatisierten Geflüchteten ohne interkulturell Dolmetschenden kaum möglich? 
  • Wie können Akteure im Gesundheitswesen darin bestärkt werden, mit interkulturell Dolmetschenden zu arbeiten? 
  • Welche Möglichkeiten gibt es in Bezug auf die Finanzierung von Dolmetschkosten und wie sehen die rechtlichen Rahmenbedingungen aus?
     

Datum

Dienstag, 08. Dezember 2020

Die Fachtagung wird online durchgeführt und dauert von 8:30 – 12:30 Uhr. Programm und Anmeldungsmöglichkeit folgen demnächst hier.

Veranstalter

Verbund «Support for Torture Victims»
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